Wie hoch sind derzeit die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main? Wir bieten Ihnen einen Überblick über die Entwicklung des Marktes in den vergangenen Jahren, zeigen Ihnen die Preise in den verschiedenen Ortsbezirken und werfen einen Blick auf die Prognosen für den Immobilienmarkt.
Im vierten Quartal 2021 erreichten die Angebotspreise für Immobilien in Frankfurt am Main ihren Höhepunkt. Trotz zwischenzeitlicher Erholungen sind sie seitdem deutlich zurückgegangen. Im zweiten Quartal 2026 lag der mittlere Angebotspreis für ein Haus in Frankfurt am Main bei 5.559 Euro/m². Im Jahresvergleich zeigt sich mit einem Plus von 0,7 Prozent eine geringe Veränderung. Deutlich größer war sie mit +4,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Die Preise für Eigentumswohnungen zeigen ein anderes Bild: Über die letzten zwölf Monate hinweg gab es einen Preisrückgang um 5,1 Prozent, im Vergleich zum letzten Quartal lag er bei 2,9 Prozent. Eine Eigentumswohnung in Frankfurt am Main wurde im zweiten Quartal 2026 für einen Medianpreis von 6.257 Euro/m² angeboten.
* Quelle: PriceHubble (Stand 10/2026)
Wie hoch sind die Quadratmeterpreise in den Frankfurter Stadtteilen?
Die Quadratmeterpreise für die einzelnen Bezirke unterscheiden sich teils deutlich voneinander. Die höchsten Preise für Häuser und Wohnungen fallen tendenziell im Zentrum der Stadt an.
In welchen Stadtteilen kosten die Häuser und Wohnungen besonders viel?
Der mit Abstand teuerste Bezirk in Frankfurt am Main ist Innenstadt II, wo im Schnitt 7.127 Euro/m² für Häuser und 7.049 Euro/m² für Wohnungen anfallen. Ebenfalls hohe Preise haben daneben die angrenzenden Bezirke Innenstadt I und Innenstadt III.
In welchen Stadtteilen sind die Immobilienpreise vergleichsweise gering?
Die günstigsten Immobilien finden sich derzeit in West, wo die Durchschnittspreise für Häuser bei 4.208 Euro/m² und die Wohnungspreise bei 4.163 Euro/m² liegen. Daneben gibt es unter anderem auch in Harheim und Nieder-Erlenbach vergleichsweise niedrige Immobilienpreise.
* Quelle: McMakler (Stand 10/2026)
Wie hat sich der Immobilienmarkt in Frankfurt am Main in den letzten Jahren entwickelt?
Frankfurt am Main zählt als internationales Finanzzentrum seit Jahren zu den begehrtesten Immobilienmärkten Deutschlands. Die bevölkerungsreichste Stadt Hessens wächst weiter: Aktuell leben etwa 770.000 Menschen in der Mainmetropole. Zwar ziehen junge Familien und ältere Menschen zunehmend ins Umland, wo Immobilien günstiger sind, doch die Nachfrage in der Stadt bleibt hoch. Das hat auch dazu geführt, dass die Leerstandsquote in Frankfurt weiterhin äußerst gering ist.
Im vierten Quartal 2021 erreichten die Angebotspreise von Häusern mit 6.412 Euro/m² ihr Maximum, die Wohnungspreise mit 7.237 Euro/m². Infolge der gestiegenen Bauzinsen, der unsicheren wirtschaftlichen Lage und der hohen Inflation gingen die Immobilienpreise deutlich zurück, wobei es in beiden Segmenten stärkere Schwankungen gab. Im zweiten Quartal 2026 gab es bei Häusern wieder einen signifikanten Anstieg der Preise, bei Wohnungen gingen sie hingegen zurück. Der Vergleich zu den Spitzenzeiten im Jahr 2021 bleibt deutlich: Häuser in Frankfurt wurden im zweiten Quartal 2026 etwa 13,3 Prozent und Wohnungen 13,5 Prozent günstiger angeboten als damals.
Wie ist die Prognose für die Immobilienpreisentwicklung in Frankfurt am Main für die kommenden Jahre?
Der Immobilienmarkt bewegt sich zwischen begrenztem Angebot und einer leicht rückläufigen Nachfrage. Insgesamt deutet das auf eine stabile bis moderat steigende Entwicklung der Immobilienpreise hin. Gleichzeitig nehmen die finanziellen Belastungen zu: Die Inflationsrate kletterte im September 2026 auf +3,3 Prozent. Für zehnjährige Immobilienkredite werden inzwischen durchschnittlich 4,45 Prozent Zinsen fällig. Expert:innen von Interhyp rechnen kurzfristig mit stabilen bis leicht steigenden Bauzinsen. Wie sich die Konditionen auf längere Sicht entwickeln, ist hingegen umstritten.
Hinzu kommt, dass die bisherigen Immobiliendaten nur bis zum zweiten Quartal 2026 reichen. Welche Folgen der Iran-Krieg für den weiteren Jahresverlauf hat, lässt sich deshalb noch nicht vollständig beurteilen. Steigende Energiepreise können Verbraucher:innen dank Preisbindung zudem zeitversetzt treffen. Höhere Ausgaben für Strom, Gas und andere Lebenshaltungskosten schränken den finanziellen Spielraum für einen Immobilienkauf ein. Sollten zugleich die Kreditzinsen hoch bleiben oder weiter zunehmen, könnte die Nachfrage stärker nachlassen als bisher erwartet. Das würde den weiteren Preisanstieg begrenzen.
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