Die Immobilienpreise in München sind landesweit außer Konkurrenz: Keine andere deutsche Stadt hat ein so hohes Preisniveau bei Wohnimmobilien. Doch wie wirkt sich die Situation im Land auf die Preise in der Hauptstadt Bayerns aus? Wir zeigen Ihnen, wie hoch die aktuellen Quadratmeterpreise in München sind und welche Prognosen Expert:innen zum Immobilienmarkt abgeben.
Im Vergleich zum Vorquartal sind die Angebotspreise für Häuser im zweiten Quartal 2026 mit einer Veränderung von +1,0 Prozent moderat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es dagegen einen Preisrückgang von 1,9 Prozent. Münchner Häuser wurden im Mittel für einen Preis von 8.431 Euro/m² angeboten.
Die Wohnungspreise konnten im Jahresvergleich einen Zuwachs von etwa 0,9 Prozent verzeichnen. Verglichen mit dem Vorquartal gab es jedoch einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent. Im Mittel wurden Eigentumswohnungen in München für 8.768 Euro/m² angeboten.
* Quelle: PriceHubble (Stand 10/2026)
Wie hoch sind die Quadratmeterpreise in den Münchner Stadtteilen?
Wohnen in München ist im Vergleich zu anderen deutschen Städten durchgehend kostenintensiv. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Bezirken und Stadtteilen bei den Immobilienpreisen erhebliche Unterschiede:
In welchen Bezirken kosten die Häuser und Wohnungen besonders viel?
Aktuell ist der Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt der teuerste bei Häusern und Wohnungen. Pro Quadratmeter zahlen Sie hier im Schnitt 9.994 Euro bei Häusern und 9.684 Euro bei Eigentumswohnungen. Ebenfalls hohe Preise gibt es unter anderem in Maxvorstadt und Altstadt-Lehel.
In welchen Bezirken sind die Immobilienpreise vergleichsweise gering?
Am günstigsten lebt es sich im Münchner Bezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, wo derzeit im Schnitt Quadratmeterpreise von 6.624 Euro für Häuser und 6.418 Euro für Wohnungen anfallen. Auch in Feldmoching-Hasenbergl und Trudering-Riem sind die Preise vergleichsweise gering.
* Quelle: McMakler (Stand 10/2026)
Wie hat sich der Immobilienmarkt in München in den letzten Jahren entwickelt?
München bleibt mit rund 1,6 Millionen Einwohner:innen ein begehrter Wohnstandort. Besonders junge Familien und Studierende aus dem In- und Ausland zieht es in die bayerische Landeshauptstadt. Mit der hohen Zuwanderung stieg auch die Nachfrage nach Wohnraum, was die Immobilienpreise in München in die Höhe schnellen ließ. Die Preise für Münchner Eigentumswohnungen haben sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Dadurch ist es für viele Eigennutzer:innen schwierig geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Doch der Ukrainekrieg, steigende Energiepreise und hohe Finanzierungszinsen sorgten ab Mitte 2022 für eine Trendwende: Angebotene Immobilien blieben länger auf dem Markt, die Preise für Wohnungen stagnierten oder sanken. Im Vergleich zu den Höchstständen im ersten Quartal 2022 sind die Angebotspreise für Wohnungen heute etwa 11,4 Prozent niedriger. Die Häuserpreise hatten ihr Maximum im vierten Quartal 2021 und sind seitdem sogar um 18,5 Prozent gesunken.
Wie ist die Prognose für die Immobilienpreisentwicklung in München für die kommenden Jahre?
München hält weiterhin die Spitzenposition bei den Preisen am Immobilienmarkt. In den kommenden Jahren ist weiter von moderaten Zuwächsen auszugehen. Die hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot dürfte die Preise stützen. Wie sich der Markt entwickelt, hängt allerdings von zahlreichen Faktoren wie der aktuellen Zinspolitik, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Einflüssen ab.
Die Inflationsrate stieg im September 2026 auf +3,3 Prozent, während zehnjährige Darlehen im Schnitt mit 4,45 Prozent verzinst werden. Finanzierungen sind somit schwieriger geworden. Expert:innen von Interhy erwarten kurzfristig keine deutliche Entspannung bei den Bauzinsen, sondern stabile bis leicht steigende Konditionen. Für den mittel- und langfristigen Verlauf fallen die Einschätzungen unterschiedlich aus.
Hinzu kommen die möglichen weiteren Folgen des Iran-Kriegs. Wenn Energiepreise steigen, müssen Verbraucher:innen die höheren Kosten nicht unbedingt sofort tragen. Werden etwa Strom- und Gastarife erst später angepasst, weil bei Bestandsverträgen noch Preisgarantien gelten, kann sich die Belastung über einen längeren Zeitraum aufbauen. Das verringert den finanziellen Spielraum für größere Anschaffungen wie Wohneigentum. Bei anhaltend hohen oder weiter steigenden Kreditzinsen könnte die Nachfrage zusätzlich zurückgehen. Die Preisentwicklung würde dadurch gebremst.
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